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mutuum

Kunst am Bau für das Umweltbundesamt, Berlin, Charlottenburg, Standort Königsallee
Wettbewerb mit vorgeschaltetem Ideenwettbewerb 2021/22, 1. Platz

Die Projektidee speist sich aus zwei Leitgedanken:

  1. Künstliche Materialien wie Beton und Plastik überwiegen die Biomasse der Erde. 2020 war der Kreuzungspunkt, an dem künstliche, von Menschen gemachte Materialien die natürlichen überstiegen (Studie, Schneider 2021).
  2. Invasive Arten bedrohen unsere Ökosysteme und verursachen enorme Kosten (rund 12 Mrd. € jährlich innerhalb der EU).

Das Projekt setzt diese beiden Ansätze in Beziehung, hinterfragt den Kipppunkt des Massenverhältnisses von Kunststoffen zu Biomasse und untersucht Wege, um ein Gleichgewicht zu schaffen. Ziel ist es, wuchernde Biomasse als ein Element der menschlichen Umwelt zu nutzen und die natürlichen Eigenschaften biogener Rohstoffe hinsichtlich ihrer Kreislauffähigkeit, Erneuerbarkeit und Anpassungsfähigkeit zu erforschen. Das Projekt soll Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung mit künstlerischen Mitteln verknüpfen, transformieren und zur Auseinandersetzung einladen. Es entstehen Objekte aus biobasierten Materialien, die zum einen den Prozess abbilden und zum anderen als „mutuum“-Knotenpunkte im Park präsentiert werden. Sie sind Multiplikatoren, Anreger und Impulsgeber.